1. Worbele (Blaubeere)
  2. Friedensturm
  3. Limespfad
  4. Bärenkreisel

Hillscheider Geschichte und Geschichten in Veröffentlichungen

von Otmar Menne 
 


 

Hiensceit – Hyrscheid – Hiltscheid

 

Drei von fünf Ortsbezeichnungen im Laufe von 1000 Jahre Hillscheider Geschichte - und diese Geschichte interessierte mich seit meiner Jugend. Aber nicht nur der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes galt meine Aufmerksamkeit, sondern ich wollte einfach erfahren, wie lebten die Menschen, wie bestimmten sie ihren Alltag im Dorf? Erinnerungen, Bräuche, Geschichten, Kuriositäten veranlassten mich, drängten sich regelrecht auf, ihrem Verlauf nachzugehen, ihre Hintergründe zu verstehen, um sie dann in Schilderungen und Erzählungen zu fassen. So entstand meine BÄ(EE)RENAUSESE I 

Ein Büchlein mit Schilderungen z. B. >Buß- und Bettag - für die Hillscheider weder Buß- noch Bettag<, >Neonationale Konteraktionen in Hillscheid<, >Courage Civique – der ganz persönliche Befreiungskrieg des Jakob Breiden<, >Hoflieferanten – belieferten die Hillscheider Euler die Royals< usw.


BÄ(EE)RENAUSESE II beinhaltet Begegnungen mit Menschen vergangener Zeiten und zeigt uns unverstellte, unangepasste Persönlichkeiten, Individualisten mit bewundernswertem Schalk und noch mehr Phantasie. Über 40 wahre, aber auch skurrile und schrullige Erzählungen von und über die jeweiligen Zeitgenossen konnte ich sammeln und alle beinhalten im Kern das Thema, das Oskar Wilde zum Ausdruck brachte:
>In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Lande zur Unterhaltung der anderen<
Das Titelbild von Eberhard Lerchen zeigt in bestechender Ausdruckskraft das letzte Hillscheider Original, >ein Echter Typ, der Knubbe<.

 

BÄ(EE)RENAUSESE I BÄ(EE)RENAUSLESE II


Anfang der vierziger Jahre  hatte mein Onkel Sepp, Josef Duck, die seit längerer Zeit aus Altersgründen stillgelegte Krugbäckerei von Nachbar, Menningen – früher Mennicken, ein alte Töpfersippe aus Raeren – neu aktiviert und die Produktion von Steinhäger-Krügen aufgenommen. Der Betriebshof grenzte unmittelbar an die Rückseite unseres Wohnhauses und was sich dort ständig ereignete für einen kleinen Jungen natürlich mächtig anziehend.
Die Arbeiten im Aedkaeller (Tonaufbereitung), die maschinelle Fertigung, vor allen Dingen aber der rauchende, flammende und fauchende Brennofen - prägende Eindrücke, die mich heute noch faszinieren und letztlich meine spätere Passion zum heimatlichen Steinzeug bewirkten.


So konnte ich mir mit den Jahren ein kleine Sammlung an Westerwälder Gefäßkeramik aufbauen, die ich jeweils mit reich bebilderten Arbeiten dokumentierte.
 

HISTORISMUS - WESTERWÄLDER STEINZEUG VON 1850 – 1900 EIN VERGESSENES STEINZEUG

 

Nach dem Tod des Nachbarn, die Krugbäckerei wurde schon Anfang der fünfziger Jahre aufgegeben, konnten meine Frau und ich 1978 ein Teil des Areals erwerben. Bei der Rekultivierung des Garten fielen mir die riesigen Mengen an Tonscherben ins Auge. Nicht nur braune, d. h. Überbleibsel von Krügen, sondern auffallend viele graublaue Scherben. Nun ist Hillscheid auch in Fachkreisen lediglich als Krugbäckerdorf bekannt; andere Steinzeugarten und erst recht keine künstlerischen Arbeiten vermutet man hier nicht. Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, belegte mein erster Fund, ein Zufallsfund in den achtziger Jahren. Ich entdeckte im Garten in ca. 50 cm Tiefe 2 graue Selterskrüge aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und einen der bekannten GR-Krüge ebenfalls aus dieser Zeit. („GR“ - das Monogramm des britischen Königs George Rex.)
Für mich eine Sensation und der Beginn einer rund 20 jährigen Grabungstätigkeit im gesamten Grundstücksbereich, bei der die Feuerzüge einer bisher unbekannten Ofenanlage aus dem 15./16. Jh., Frühsteinzeug aus dieser Zeit, aber auch besonders künstlerisch wertvolle Arbeiten überwiegend im Stil des Westerwälder Barocks zu Tage kamen. Meine Vermutung seit jeher bestätigte sich: Bei den Orten Hillscheid, Höhr und Grenzhausen gilt die gleiche Töpfertradition. Dementsprechend braucht es keine weiteren Beweise, lebten und arbeiteten doch in allen drei Dörfern die selben Töpfersippen.
Die Ergebnisse meiner langjährigen Grabungen mit vielen Bildern sind in dem Buch (VOM SCHERBEN ZUM KRUG) detailliert aufgezeichnet.
             

 
VOM SCHERBEN ZUM KRUG  

    

Meine neueste Veröffentlichung (VOM TÖPFER ZUM KRUGBÄCKER) behandelt die Krugbäcker und gibt diesem Handwerk, das rund 200 Jahre das Leben der Hillscheider mitprägte seinem ihm gebührenden Stellenwert.
     

 
VOM TÖPFER ZUM KRUGBÄCKER  

            

 



Die Grabungsstücke im Töpferhof und weitere Funde in und um Hillscheid sowie zahlreiche Steinzeugerwerbungen ergeben eine interessante und informative Ausstellung, die nach Absprache jeder Zeit zu besichtigen ist.

   A K T U E L L E S : 

 

Bekanntmachungen des Bürgermeisters
finden Sie  > hier <  

 


 

Blutspende Höhr-Grenzhausen

Sehr geehrte Blutspender/innen und die, die es werden möchten,
Ihr Blut wird dringend gebraucht! Auch in Zeiten von Covid-19 sind viele Menschen auf Ihre Blutspende angewiesen und gerade jetzt zählt jede einzelne Blutspende.
Der DRK Ortsverein Kannenbäckerland möchte Sie zur nächsten Blutspende herzlich einladen. Die kommende Blutspende findet am 23. September 2020 in der Zeit von 16.30 Uhr - 20.00 Uhr im Kath. Pfarrzentrum St. Peter und Paul statt (direkt neben der Kath. Kirche und Grundschule). Bitte bringen Sie zu jeder Blutspende einen gültigen Personalausweis und Ihren Blutspenderausweis mit.
Hinweis des DRK Blutspendedienst West: Nutzen Sie wenn möglich, dass neue Terminreservierungssystem für Ihre Blutspende um lange Wartezeiten zu vermeiden und somit die Abstandsregelungen besser einhalten zu können. Auf der Webseite des DRK Blutspendedienst West erhalten Sie weitere Infos und unter folgendem Link https://www.blutspendedienst-west.de/blutspendetermine/ finden Sie unseren Termin in Höhr-Grenzhausen sowie weitere Blutspendetermine um sich anmelden zu können. Selbstverständlich sind auch Spender willkommen, die sich nicht vorab online angemeldet haben. Allerdings können hier ggf. höhere Wartezeiten entstehen.

Aufgrund der verstärkten Infektionsschutzmaßnahmen sind wir auch weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir bitten Sie die erhöhten Vorsichtsmaßnahmen vor Ort zu beachten.
Wir freuen uns, Sie als Spender bei der Blutspende in Höhr-Grenzhausen begrüßen zu dürfen und bleiben Sie gesund!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Ihr DRK Ortsverein Kannenbäckerland e.V.

 

 


Traditionelles Abkochen „neu gedacht“ am 3. Oktober 2020

Liebe Bürgerinnen und Bürgerinnen,
die Freiwillige Feuerwehr Hillscheid und der DRK OV Kannenbäckerland e.V. möchten Sie zu unserem traditionellen Fest am 3. Oktober einladen.
Durch die immer noch anhaltende Corona-Situation kann diese Tradition jedoch nicht in herkömmlicherweise an der Feuerwehrhütte in Hillscheid stattfinden. Dank der Unterstützung des örtlichen CAP-Marktes findet das „Waldfest zum 3. Oktober“ nun auf dem Parkplatz des Supermarktes statt.
Dort werden wir wie es Tradition ist, selbstgemachte Erbsensuppe, Spießbraten vom Holzkohlegrill und Bratwurst sowie Kuchen anbieten. Alle Speisen werden zwischen 11 Uhr und 15 Uhr nur zur Mitnahme verkauft.
Mit dieser Aktion möchten wir ein Zeichen setzen, dass wir gemeinsam durch diese noch immer schwierige Zeit gehen. Gemeinsam für einander da sein ist das Motto.
Wir bitte alle Gäste die aktuellen Hygieneregeln sowie Sicherheitsabstände vor Ort zu beachten.
Die Freiwillige Feuerwehr Hillscheid und der DRK OV Kannenbäckerland e.V. freuen sich auf Ihren Besuch am 3. Oktober 2020 am CAP-Markt in Hillscheid.